TWENTY2X – Der CeBIT Relaunch in klein

TWENTY2X – Der CeBIT Relaunch in klein

Einige haben es schon mitbekommen, die anderen bekommen es jetzt mit. Nachdem die CeBIT offiziell beendet wurde, kommt jetzt ein neues Event. 

TWENTY2X das „neue“ Event für digitale Transformation und mehr. Stammbesucher der CeBIT merken sofort das hier Ähnlichekeiten bestehen. Das Event findet am 17. bis zum 23. März statt, ebenso sind Slogans und Designs ziemlich identisch. Doch wie wurde ich auf das Event aufmerksam? Das Team hinter der CeBIT und hinter TWENTY2X hat einfach die CeBIT Facebook Seite umbenannt in TWENTY2X. 

Lediglich zwei Hallen und die Konferenz Räume werden dafür vor erst genutzt. Dabei frage ich mich wieso man sich das antut?

Meiner Meinung nach hätte man nur zwei Aktionen tun müssen um mehr Besucher anzulocken. Die Idee das ganze als Festival auszubauen ist nicht grundlegend falsch. Aber wenn die Unternehmen keine Lust haben, kommen sie zum einen nicht und zum anderen strengen sich die Unternehmen auch nicht an Besucher anzulocken. Dies habe ich ja auch schon in meinen vorherigen Beiträgen bemängelt. 

Drei entscheidende Faktoren um das ganze für Unternehmen attraktiver zu gestalten wären diese Änderungen:

  • Aufheben der restriktiven Regelungen zu Stand Events
  • Senken der Mietgebühren bzw. mehr Leistung für diesselben Gebühren
  • Aufteilen in Business und Consumer Bereiche

Die Messe sollte sich an B2B richten und wollte Endkunden locken, das ist paradox. So fand ich 2017 noch sehr gut, das es die B2B Areas gab, in denen man als Endkunde nicht reinsollte.  Aber lasche Kontrollen bei der Registrierung und bei dem Einlass haben dazu geführt das Endkunden Business Partner schon nahezu belästigt haben. 2018 gipfelte es in einem offenen Stand bei dem Sales Manager mit Support Fragen bombadiert wurden bis manche von ihnen die Flucht ergriffen.

Das Konzept der CeBIT im März mit B2B Area war gut. Auch die Idee mehr den Außenbereich mit einzubeziehen finde ich gut. Aber, das man den Unternehmen alles untersagt finde, ich schwachsinnig. 

Auch die Meinungen online sind sehr negativ gegenüber diesen Neuversuch. Wäre es nicht geschickter für 2020 einen richtigen Relaunch der CeBIT im März zu machen? Mit Förderung für Keynotes in den Konferenzräumen, Förderung von Pressekonferenzen wie es bei AVM & Kaspersky und dem Unterstützen der kleinen Unternehmen? Startups waren immer interessant und brachten etwas Leben. Ein Unternehmen wie SAP ist auch für viele Mittelständler nur bedingt interessant. Manche Unternehmen nutzen die Möglichkeiten für Unternehmens und Partner Feiern. So hat API an einem Abend für seine Kunden, Partner und Mitarbeiter eine Party veranstaltet. Hier traf man neben den Kunden und Partnern auch oftmals Leute aus den Unternehmen direkt, was ein Networking förderte. 

Ich würde mir gerne die anderen CeBIT Events anschauen die sie nun in Australien, China und Thailand anschauen, aber dem Reiz fehlt mir seit dem letzen mal. Die einfache Rechnung ist, wenn ich es schaffe die Unternehmen zu motivieren zu mir zu kommen. Dann strengen sich die Unternehmen auch mehr an und entsprechend werden mehr Gäste eingeladen und oder aufgefordert auch zur Messe zu kommen. 

Erst verbannte man den E-Sport und das Gaming inklusive Sony mit der Playstation. Später verbot man dann noch die teilweise exzessiven Partys. Die massive Erhöhung der Ticket Preise war ebenso kontra Produktiv. 

Gleichzeitig erhöhte man immer wieder die Standpreise, so das dies zu teuer wurde für Mittelständler, Distributoren und sogar für manche große Firmen.

Selbst wenn man das Interesse hatte, kamen viele Händler aus dem asiatischen Bereich ohne einen europäischen Vertrieb. Auf der Suche nach Distributoren und nicht nach dem Endkunden, dabei waren hier sehr viele tolle Produkte vorhanden. Eine AIO Wakü wollte ich damals von einem Hersteller, der einen Wolf als Logo hat, damals bereits mit RGB Hintergrund Beleuchtung, bevor der Trend aus Asien herrüber schwappte. Allerdings sprachen das fehlende Bargeld und der fehlende Vertriebsweg in Deutschland dagegen. 

Einige beschreiben den Prozess der CeBIT als „Sterben auf Raten“. 

Zurück zur twenty2x, wenn man die Webseite genauer betrachtet merkt man bereits, das entweder der Texter von der CeBIT stammt oder die Texte einfach übernommen wurden. Vieles spiegelt alles der CeBIT wieder, was damals als Innovativ gelten sollte und die Messe beleben sollte. Dabei sollte die Messe einfach eine Platform für Unternehmen sein, was sie schlussendlich nicht war. Die twenty2x soll nun eine Plattform für Konferenzen und Networking sein, natürlich mit eigener Expo. Bislang beschränkt sie sich allerdings auf Halle 7 und 8, sowie den Konferenz Räumen. 

Um das Thema abzuschließen, ich verstehe nicht wieso man jetzt unter dem Deckmantel eines neuen Messe Namens den Prozess von neuem beginnt? Bietet den Unternehmen eine Plattform oder lasst es.