
Samsung Galaxy Watch Ultra im Alltag: Die Smartwatch, die meinen Maßstab verschoben hat
16. Januar 2026
Ich hatte die Samsung Galaxy Watch Ultra eine Zeit lang als Testgerät für eine meiner Newsseiten am Handgelenk.

Ich hatte die Samsung Galaxy Watch Ultra eine Zeit lang als Testgerät für eine meiner Newsseiten am Handgelenk. Klassisch: nutzen, Alltag mitnehmen, Messe, Sport – und dann zurück damit. Soweit so normal.
Was nicht normal war: Wie sehr sich danach plötzlich alles andere „kleiner“ angefühlt hat. Nicht im Sinne von schlecht – eher so, als hätte ich bei Smartwatches jahrelang Dinge akzeptiert, die ich gar nicht mehr akzeptieren will, sobald man einmal erlebt hat, wie „rund“ das Ganze sein kann.
Und genau das ist für mich der Punkt: Erst durch die Ultra wurde mir klar, was ich an einer Smartwatch wirklich will – und dass ich das vorher gar nicht so benennen konnte.
Die Ultra war bei mir kein Labor-Test, sondern echtes Leben: Pendelstrecken, Büro, Sport – und vor allem: gamescom 2025 und IFA 2025. Messen sind ein brutaler Praxischeck: lange Tage, viel Navigation, viele Schritte, ständiger Wechsel zwischen Hallen, draußen/drinnen, Termine, Benachrichtigungen im Minutentakt. Genau da trennt sich „hat Features“ von „ist ein Werkzeug“.
Was mich am meisten abgeholt hat, war nicht ein einzelnes Highlight, sondern diese Summe aus Kleinigkeiten, die plötzlich nicht mehr nerven: Tempo, Bedienbarkeit und Akku. Die Uhr wirkt im Alltag einfach schneller – App-Starts, Kacheln, Benachrichtigungen – und das sorgt dafür, dass ich sie wirklich nutze, statt nach drei Sekunden doch wieder zum Smartphone zu greifen. Dazu kommt die ganze Haptik: große Präsenz am Handgelenk, ja, aber genau dadurch lässt sie sich in stressigen Situationen zuverlässig bedienen. Auf Messen ist das Gold wert, weil ich oft nur Sekundenfenster habe: kurz checken, auslösen, weiter.
Und der Akku… der ist für mich fast der unterschätzteste Teil. Nicht weil „Zahl X Tage“, sondern weil ich plötzlich nicht mehr im Hinterkopf ständig Akku-Management betreibe. Ich trage die Uhr einfach durch den Tag – und genau das ist für mich der Punkt, an dem eine Smartwatch wirklich Alltag wird.
Dazu kommt Gemini am Handgelenk. Ich hätte nicht gedacht, wie schnell ich mich daran gewöhne – nicht für fancy Prompts, sondern für diese pragmatischen Mini-Momente: kurze Fragen, kleine Formulierungen, Kontext zwischen Terminen, ohne das Handy rauszuholen. Es ist weniger „Feature“, mehr „Reibung weg“.
Und jetzt sitze ich an diesem herrlich-nerdigen Dilemma: Ich will sie kaufen. So richtig. Gleichzeitig bin ich unsicher, ob ich nicht lieber auf die nächste Generation warten sollte – wenn Samsung beim Jahreszyklus bleibt, könnte da in ein paar Monaten was kommen. Insbesondere stört mich noch das stetige Kalibrieren des EKG Monitors, das ist bei Apple immer noch besser. Das ist dieses typische Tech-Gefühl: Man will’s jetzt, aber man weiß auch, dass bald wieder was Neues winkt.
Was ich aber sicher sagen kann: Der Test hat nicht nur einen Eindruck hinterlassen. Er hat bei mir eine Erwartung geweckt, die ich vorher gar nicht hatte. Und das ist vermutlich das ehrlichste Kompliment, das ich einer Smartwatch machen kann.
Offenlegung: Die Uhr wurde meiner Redaktion, nicht mir als Blogger, für redaktionelle Zwecke kostenfrei von Samsung zur Verfügung gestellt.






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