LA – E3 – Mein Eindruck von den USA und von der E3 – Teil 2

LA – E3 – Mein Eindruck von den USA und von der E3 – Teil 2

So, zum zweiten Teil meines LA Aufenthaltes. Ich kann mich nicht mehr erinnern, an welchem Morgen es war.

Wir haben uns auf den Weg ins Dennys gemacht. Dort erwartet einen ein klassisch amerikanisches Frühstück.  Nach dem wir über 30 min. Auf einen Sitzplatz gewartet haben, bekamen wir endlich Plätze und nach weiteren 10 Minuten die Karten. Bereits entnervt da wir nur schnell etwas essen wollen bestellen wir. Eine Bedienung für gefühlt 30 Tische in der Rush Hour. Nach weiteren 20 Minuten kam dann unser Essen. 20 Minuten sind im Restaurant eigentlich nicht viel, doch wenn man das meist genutzte Frühstück holt, erwartet man es schneller. Als das essen kam waren wir noch frustrierter als zuvor. Nicht nur das wir Plastik Gläser randvoll mit Eis bekamen in denen gefühlt nur 2 Schlücke Cola war, bekamen wir als Essen klassische Spiegeleier mit Speck und Pencakes die allesamt künstlich schmeckten. Die Kurzfassung, ich war enttäuscht von Dennys und werde in Zukunft diesen Laden meiden.

Auf der E3 traf ich auch noch die restlichen Guillement Brüder, die allesamt sehr nett sind.

An dem Abend waren wir dann auch noch beim Black Desert Online treffen, auf dem man die Lead Entwickler treffen konnte. Neben Drinks und Goodies haben wir auch noch einige bekannte getroffen. Und im VIP Bereich des Marriott gab es auch noch kleine Leckereien eines Östereichischen Koches.

Am nächsten Tag waren wir dann motiviert und sind endlich zum lang ersehnten Strand gefahren. Die Fahrt dahin begann mit dem E-Scooter inkl. Boxenstopp beim Eggslut.

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The #breakfast in #grandcentralmarket …

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Auf der Weiterfahrt bat uns ein Polizist doch den dafür vorgesehenen Radweg für unsere Scooter zu nutzen. Die Cops sind beim ersten mal wirklich nett, sind allerdings nicht zimperlich wenn man nicht der Anforderung nach kommt.

Das Metro System ist anfänglich etwas verwirrend. Als wir uns endlich in die hoffentlich richtige Metro einsteigen ist uns etwas mulmig. Lauter Obdachlose und einige verrückte. Auf der knapp einstündigen Fahrt stiegen dann auch noch wesentlich unangenehmere Leute ein. In einer Station stieg ein Herr mit seinem Roller ein. Unvorstellbar in Deutschland. Er zog die Abstellhilfe hinaus und rammte sie schonungslos in den Boden der Metro. Daraufhin steckte er einen kleinen mobilen Lautsprecher in den Roller und drehte seine Musik auf. Er sang und drehte dabei gemütlich Joins. Man kann sich nicht vorstellen wie unangenehm man sich dort als Deutscher fühlt. Während der Fahrt rief seine Exfreundin wohl mehrfach an. Diese beleidigte er auch laut am Telefon. Allerdings gab sie nicht nach und rief immer wieder an. Irgendwann begann er seinen Klingelton zu rappen und heizte die Stimmung in der Metro an. Kurz vor der Endstation am St. Monica Beach fing er dann an sich als Händler zu präsentieren. Im Laufe des Tages fuhr er mit seinem Roller mehrfach an uns vorbei mit dem Verlauf von Getränken und anderen Genuss Mitteln. Der Pier selbst ist so wie man ihn aus GTA und anderen Spielen bzw. Filmen kennt. Viele und gute Künstler  sind dort. Ebenso der Baba Shrump Laden. Ja der aus Forest Gump. Neben dessen gibt es auch eine Arcade Halle und einen Herren der den ganzen Tag Fisch für die Robben verkauft.

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Missing #losangeles and #stmonica Beach.

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Aus der blöden Idee von St. Monica mach Venice zu laufen wurde dann kurzer Hand Realität. Der Strand ist nicht so schön wie in Alanya, allerdings dennoch toll. Später sind wir am Muscle Beach vorbei und haben uns die Shops der Promenade angeschaut. Wer GTA spielt, bekommt das Gefühl hier war er schon. Die Läden sind allerdings alles sehr sehr teuer. Im vorbeigehen mussten wir uns dann auch einfach das Büro von CD Project Red anschauen.

Als es dann anfing langsam etwas dunkler zu werden sind wir, wie die restliche Woche auch, wieder zu einem Burger Laden. Umami Burger. Kurzfassung: Wenn man die Möglichkeit hat, hingehen. Man darf es sich nicht entgehen lassen. Die lange Fassung: Wir kamen an, bekamen einen Platz draußen neben der Heizung und wurden von einem überaus netten Herren beraten. So hat Umami einen Impossible Burger. Einen vegetarischen Burger, der exakt so schmeckt wie ein echter Burger. Er wird so zubereitet, dass er auch blutig aussehen kann. Der Kellner erklärte uns das Trinkgeld System auf unsere Frage hin, die Burger und war äußerst zuvor kommend. Er lehnte im Nachhinein sogar unser über aus üppiges Trinkgeld ab. Wenn ich könnte würde ich dem Laden 6 von 5 Sternen auf Google geben. Eines der besten Burger Erlebnisse die ich je hatte.

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My new Favorite #burger is on #umami #losangeles

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Am nächsten Tag wäre der Abflug gewesen, allerdings war der Rückflug Überbucht und sie suchten Volontiere. Beim Aufgeben des Gepäcks kamen wir dann dank Eddie von RBTV auf die glorreiche Idee uns einfach an die First Class zu wenden. Volontiere bekommen für den freiwilligen Verzicht 800 USD bei diesem Flug. Da haben wir nicht nein gesagt. Allerdings muss man einchecken und alles machen bis man am Gate ist. Dort entspannt man ein wenig neben den höllisch piepsenden Transportern. Bekommt eine Gutschrift die dann, wenn nicht gerade Samstag  ist, binnen 24h auf das Konto überwiesen wird. Die Rocketbeans haben das auch gemacht. Ebenso das Management einiger bekannter Streamer und natürlich wir. Dann haben wir schnell Lyft organisiert zusammen mit Airbnb am Venice Beach. Abends sind wir dann noch einmal an den Strand. Auf dem Pier von Venice war einer dieser Momente „Was machst du eigentlich?“. Die Situation war unbeschreiblich. Während eine Möwe unweit von mir entspannt lief, saß mir gegenüber ein vermutlich Obdachloser Angler. Während auf seinem Lautsprecher den er dabei hatte „The Commodores – This is your Life“ klang, trommelte er passend dazu auf einem weißen Eimer. Später gesellte sich ein Gitarren Spieler dazu und spielte den Song einfach mit. Der Song lief in Dauerschleife, allerdings verlor man dabei Die Zeit völlig aus den Augen. In diesem Moment hat alles gestimmt. Entspannt bei lauer Luft und diesem unbeschreiblichen Song. Keiner sprach, lediglich die Musik unterstützt von dem Trommeln und der Akustik Gitarre. Parallel dazu das Rauschen des Meeres und der Blick in die Ferne. Es war ein Moment des völligen los Lassens. Aber auch das ging zu Ende. Denn später wurde es kälter. Auf dem Rückweg zog ich mir dann auch die erste Verletzung mit den E-Rollern zu. Nur eine Schnittwunde, aber das war mir egal. 

Am Folge Tag dann schon etwas entmutigt, dass das unser vll. Letzter Tag hier sein könnte, haben wir Lyft bestellt. Ein Herr in Anzug holte uns mit seinen Metallic schwarzen Tesla X ab. Ja das Auto ist groß und geräumig. Dabei haben wir uns schon gedacht das wir den Flieger heute vermutlich nehmen werden können. Am Gate wurde uns klar, jetzt war es der letzte Tag. Im Flieger wäre ich gerne immer noch umgedreht. Ich hätte auch die ganze Woche Volunteert.

Alles in allem, wissen die Amerikaner das sie über die Europäische insbesondere deutsche Kultur, soviel wissen wie wir über die Amerikaner. Also überwiegend Klischees. Sie freuen sich über Besuch außerhalb von Amerika, sind aufgeschlossen und wirklich freundlich. So weit zumindest in LA, anders wo kann das natürlich auch nicht zutreffen. 

Spannend sind vor allen die Gated Communitys die es mir angetan haben.

Fazit: Ich werde noch mal hinreisen, früher oder später.