Ich hab keinen Bock mehr auf Mailserver… Spam gewinnt einfach
16. April 2026

Kein Bock mehr auf Spam – Nervige Mailserver Konfigurationen – Bild: DALL-E
Ich betreibe meine Infrastruktur ja bewusst selbst. Server, Dienste, Spielwiese – das gehört für mich einfach dazu.
Für huskynarr selbst bin ich inzwischen auf Exchange unterwegs. Einfach, weil es funktioniert und ich mich nicht groß darum kümmern muss.
Das Problem ist nur: Meine Redaktion läuft auf einem eigenen Server. Und genau da fängt der ganze Spaß an.
Eigener Mailserver klingt erstmal sinnvoll
Exchange für alles wäre natürlich die einfachste Lösung. Aber sobald du mehrere Mailaccounts, Verteiler, Mailinglisten und redaktionelle Strukturen hast, wird das schnell teuer. Sehr teuer.
Also war die Entscheidung damals relativ klar. Mailserver selbst hosten.
In meinem Fall mit qmail auf einem Plesk-Server. Klassisches Setup, nichts Besonderes.
Theorie vs. Realität
Auf dem Papier ist das alles lösbar:
- SPF sauber setzen
- DKIM konfigurieren
- Anti-Spam-Regeln definieren
- Blacklists und RBLs einbinden
- Mailflow überwachen
Und ja, das funktioniert auch – bis zu einem gewissen Punkt.
Ich habe mich durch die Plesk Knowledge Base gearbeitet und die Tests ich gefahren über mail-tester.com. Dazu habe ich die Logs analysiert, Regeln angepasst und Filter nachgeschärft.
Das Ergebnis ist… okay, Aber nicht gut. Eigentlich nicht einmal ausreichend.
Das eigentliche Problem: Es hört nie auf
Spam ist kein Zustand, den man einmal löst. Durch Leaks wie bei der ESA ist meine Emailadresse mittlerweile bei unzähligen Spamlisten. Es ist ein dauerhaftes Wettrennen.
Du passt etwas an, es wird besser - und kurz darauf hast du wieder neue Patterns, neue Absender und neue Probleme. Und genau das ist der Punkt, der mich aktuell am meisten nervt:
Ich betreibe keinen Mailserver mehr.
Der Mailserver betreibt mich.
Zeit ist das größere Problem als Technik
Technisch bekomme ich das hin. Aber zu welchem Preis? Jede Stunde, die ich in Spamfilter, Logs und Mailregeln stecke, fehlt mir an anderer Stelle:
- Projekte
- Blog
- Entwicklung
- Content
Und genau da kippt das Ganze für mich.
Der Punkt, an dem man umdenkt
Ich bin inzwischen an einem Punkt, wo ich mir die Frage stelle:
Muss ich das wirklich selbst machen?
Oder ist es sinnvoller, sich genau für solche Themen Unterstützung zu holen?
Ich habe mich daher mal umgeschaut, wer sich nicht nur allgemein mit Hosting beschäftigt, sondern konkret mit Themen wie Mail-Infrastruktur und Spam-Schutz.
Dabei bin ich unter anderem auf emvion gestoßen, ich habe dort einfach mal angefragt, wie man so ein Setup sinnvoll stabilisieren oder anders aufziehen würde, ohne dass ich wieder alles selbst babysitten muss.
Fazit
Eigene Mailserver haben ihre Berechtigung.
Gerade wenn man flexibel sein will, Kosten im Blick behalten muss und Dinge wie Mailinglisten oder Verteiler selbst steuern möchte.
Aber Spam-Schutz ist ein eigenes Spielfeld.
Und irgendwann muss man sich entscheiden, ob man dieses Spielfeld dauerhaft selbst bespielen will – oder nicht. Ich bin aktuell eher bei: nicht mehr.
Mal schauen, wie ich das Thema weiter löse.
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