Cloudfest 2026 – zwischen Servern, Streaming-Chaos und viel zu wenig Platz in den Gängen

26. März 2026

Cloudfest 2026 – zwischen Servern, Streaming-Chaos und viel zu wenig Platz in den Gängen

Das KI Vibe Coded Plakat – Satirisch gemeint und schon im letzten Jahr ein Hingucker – Bild: Huskynarr

Das Cloudfest 2026 im Europa-Park war für mich wieder genau so ein Ding zwischen: technisch spannend, komplett voll, irgendwie anstrengend und gleichzeitig einfach geil.

Ich war dieses Jahr vor Ort und hab knapp 1 Stunde 45 Minuten live gestreamt. Mit kleineren Problemen natürlich, weil was wäre ein Livestream von einer Messe ohne irgendeinen Technik-Fail? Mal hing das Bild, mal war das WLAN nicht so begeistert von meinem Vorhaben, dann kamen noch Anrufe rein, die die Verbindung zerlegt haben, und irgendwann war auch noch ordentlich mobiles Datenvolumen weg. Also kurz gesagt: Streaming vor Ort war mal wieder Abenteuer-Simulator. Aber insgesamt lief es trotzdem überraschend okay. Zuschauer waren eher überschaubar, aber ganz ehrlich: Das gehört manchmal halt auch dazu. Ich hab’s trotzdem durchgezogen.

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Cloudfest bleibt Cloudfest – nur voller

Mein erster Eindruck war ziemlich schnell klar: Es ist voller als in den letzten Jahren.
Wirklich spürbar voller.

Die Gänge waren stellenweise so dicht, dass man mit Kamera und Gimbal nicht einfach gemütlich durchlaufen konnte, sondern eher im Modus unterwegs war:
„Entschuldigung, sorry, ganz kurz, ich will nur da durch, danke, ups, schon wieder jemand stehen geblieben.“

Gerade mit laufendem Stream war das teilweise doppelt anstrengend. Ohne Kamera kann man sich irgendwo noch halbwegs durchmogeln. Mit Kamera bist du automatisch der Typ, der noch mehr Platz braucht, den er gar nicht hat. Dazu kommt die Lautstärke. Ich würde sogar sagen: teilweise lauter als manche Gamescom-Ecken, einfach weil überall Gespräche, Hardware, Vorführungen und Menschen waren.

Trotzdem hatte das Event wieder genau diese spezielle Cloudfest-Atmosphäre: etwas entspannter als klassische Messen, aber trotzdem voll mit Leuten, Themen, Technik und komplett absurden Begegnungen.

Europapark + Rechenzentrum-Vibes = Cloudfest

Genau das ist halt immer noch das, was Cloudfest so speziell macht.
Du läufst nicht einfach durch irgendein anonymes Messezentrum, sondern durch den Europa-Park. Das macht das Ganze automatisch lockerer, absurder und irgendwie charmanter.

Zwischen Server-Hardware, Storage, AI-Buzzwords und Virtualisierung stolperst du plötzlich an Attraktionen, Workshops, Essen, Networking und diesem ganz eigenen „joa, wir reden gerade über Infrastruktur für riesige Umgebungen, aber theoretisch könnte ich jetzt auch noch irgendwo Achterbahn fahren“-Gefühl vorbei.

Und genau das mag ich daran.

Der legendäre Server-Weitwurf – natürlich ein Highlight

Was natürlich wieder dazugehört: der Server-Weitwurf beziehungsweise die ganze World Server Throwing Championship.
Jedes Jahr aufs Neue so ein Punkt, bei dem man sich denkt:
Warum gibt es das?
Und gleichzeitig:
Gut, dass es das gibt.

Das gehört einfach zum Cloudfest dazu. Es ist komplett bescheuert, auf die beste Art bescheuert, und genau deshalb auch kultig.

Außerdem gab es dieses Jahr wieder einige Community-Aktionen und Challenges. Eine davon war dieses herrlich stumpfe, aber anstrengende Ding, bei dem man einen Server mit ausgestreckten Armen halten musste. Klingt erstmal machbar. Ist es aber nicht. Gar nicht.

Netcup Server Challenge: Server halten. Schlechte Idee. Gute Story.

Ich hab das natürlich ausprobiert.

So ein Server mit irgendwas um die 10 bis 15 Kilo, ausgestreckte Arme, schön gerade halten, nicht mogeln, nicht schummeln. Und am Anfang denkt man noch:
„Ja komm, bisschen Gym, bisschen Motivation, wird schon.“

Spoiler: Es brennt brutal.

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Nicht mal unbedingt wegen des absoluten Gewichts, sondern weil dieses starre gerade Halten so ekelhaft ist. Schulter, Arme, hinten alles tot. Während andere da Rekorde raushauen, war ich schon froh, dass ich meine Zeit überhaupt halbwegs sauber durchgezogen habe. Danach fühlten sich meine Arme so absurd leicht an, dass es schon wieder unangenehm war.

Aber genau solche Aktionen machen das Event halt auch aus. Nicht nur Technik gucken, sondern auch mal bei irgendeinem Quatsch mitmachen, der dann im Nachhinein mehr hängen bleibt als mancher Pitch.

Hardware, Hardware und noch mehr Hardware

Was mir dieses Jahr direkt wieder aufgefallen ist: Es gab sehr viel starke, sehr teure und teilweise komplett absurde Hardware zu sehen.

Und ja, genau deshalb laufe ich da auch so gern rum.

Da standen wieder die dicken Server, Wasserkühlungslösungen, High-Performance-Kisten, Storage ohne Ende, Enterprise-SSDs, Tape Libraries, AI-Systeme, Netzwerktechnik, Konnektivität und alles, bei dem man als Homelab-Nerd automatisch anfängt zu träumen, obwohl man genau weiß, dass das finanziell maximal unvernünftig wäre.

Ein paar Sachen, die mir besonders im Kopf geblieben sind:

  • 44 TB SSDs, wo ich mir natürlich direkt dachte: ja, für mein Homelab nehm ich zwei.
  • MSI-Server mit absurd vielen DDR5-Slots, wo man sich wirklich kurz fragt, ob das noch normal ist oder schon eher Machbarkeitsstudie.
  • Nvidia-/AI-Systeme, wie sie inzwischen halt auf jeder zweiten Technikmesse irgendwo als Prestigeobjekt stehen.
  • Wasserkühlung bei Servern, was einfach optisch und technisch spannend war.
  • Storage ohne Ende – wirklich an jeder Ecke irgendein Hersteller, irgendeine Enterprise-Lösung, irgendein Gehäuse, irgendeine Platte, irgendeine SSD.

Ich mag auf solchen Events einfach dieses Gefühl, Dinge mal in echt zu sehen, die man sonst nur aus Datenblättern, Pressemitteilungen oder Shopseiten kennt.

Viel AI, viel Storage, viele bekannte Themen

Wie zu erwarten war, war auch auf dem Cloudfest 2026 wieder AI überall.
Nicht überraschend, aber spürbar. Viele Hersteller und Anbieter haben natürlich versucht, ihre Hardware oder Plattformen irgendwie in Richtung AI, Beschleunigung, Infrastruktur oder Datacenter-Ready zu framen. Das gehört inzwischen ja fast schon zum Pflichtprogramm.

Dazu kamen wie immer die klassischen Themen:

  • Server-Hardware
  • Storage
  • Datacenter-Infrastruktur
  • Virtualisierung
  • Monitoring
  • Netzwerktechnik
  • Hosting- und Cloud-Angebote
  • Open-Source-Alternativen

Gerade letzteres fand ich persönlich wieder interessant, weil ich solche Alternativen zu den üblichen großen US-Lösungen einfach spannend finde.

Open Source und europäische Alternativen fand ich besonders interessant

Was ich immer ganz cool finde: wenn man nicht nur die nächsten Hochglanzstände mit „größer, schneller, teurer“ sieht, sondern auch mit Leuten ins Gespräch kommt, die über Open Source, europäische Lösungen oder echte Alternativen sprechen.

Da waren ein paar Gespräche dabei, die ich wirklich spannend fand. Gerade im Bereich Virtualisierung, Infrastruktur und Hosting merkt man halt schon, dass viele nach Alternativen suchen. Nicht jeder hat Lust, sich komplett an die ganz großen Player zu ketten, gerade wenn Preise, Abhängigkeiten oder politische Themen mit reinspielen.

Ich finde genau solche Gespräche oft fast interessanter als den hundertsten „hier ist unser neues Superprodukt“-Pitch.
Einfach weil da mehr Substanz drinsteckt.

Mehr asiatische Hersteller als früher

Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Es waren mehr asiatische Aussteller und Hersteller sichtbar als in früheren Jahren.
Gerade im Hardware-Bereich hat man das schon deutlich gemerkt. Viel Server-Hardware, viel Infrastruktur, viele Komponenten, viele Partnerlösungen.

Das ist an sich erstmal einfach eine Beobachtung, aber es zeigt eben auch, wie sich der Markt entwickelt und wie international das Ganze inzwischen geworden ist.

Zwischendrin diese typischen Messe-Gespräche

Was ich auf solchen Events fast am meisten mag, sind die spontanen Gespräche.
Nicht die geschniegelt geplanten, sondern die zufälligen.

Hier kurz mit jemandem über Hardware gequatscht, da über Preise gesprochen, dort über Hosting, Support oder einen Serverumzug, irgendwo noch kurz über den Markt gelästert, dann wieder über Mailserver geflucht oder darüber diskutiert, warum gewisse Lösungen zwar Open Source sind, aber im Alltag trotzdem nicht automatisch einfacher werden.

Und genau das macht’s halt lebendig.
Du gehst nicht nur von Stand zu Stand, sondern sammelst überall so kleine Gesprächsfetzen, Eindrücke und Meinungen ein.

Mein Stream: technisch nervig, aber trotzdem cool

Der Stream selbst war, wie gesagt, ein kleines Chaosprojekt.

Probleme gab es genug:

  • Verbindungsabbrüche
  • überlastetes WLAN
  • Anrufe, die reingeknallt sind
  • Vorschau/Bild hing teilweise
  • Chat nicht immer aktuell
  • hoher Datenverbrauch
  • irgendwann auch Akku-Stress bei Handy und Gimbal

Also alles, worauf man unterwegs absolut keine Lust hat.

Trotzdem bin ich froh, dass ich es gemacht habe.
Weil genau sowas später oft greifbarer ist als zehn perfekt geschnittene Clips. Es ist halt echt, spontan, manchmal holprig, aber eben direkt von vor Ort.

Klar, ich hätte mir stabileres Netz und bisschen mehr Live-Interaktion gewünscht. Aber unterm Strich war’s trotzdem cool, den Rundgang einfach mitzunehmen, Eindrücke festzuhalten und die Stimmung live rauszugeben.

Was vom Cloudfest hängen bleibt

Wenn ich das Cloudfest 2026 für mich zusammenfassen müsste, dann so:

voller, lauter, stellenweise anstrengender – aber trotzdem wieder absolut sehenswert.

Ich hatte spannende Gespräche, hab absurde Hardware gesehen, mich durch enge Gänge geschoben, mit Streaming-Problemen gekämpft, einen Server gehalten, meine Arme zerstört und zwischendrin immer wieder gemerkt, warum ich solche Events mag.

Cloudfest ist für mich eben nicht nur eine Fachmesse.
Es ist irgendwo auch dieses seltsame Ding aus:

  • Tech-Nerd-Paradies
  • Datacenter-Spielplatz
  • Community-Treffen
  • Hardware-Schaufenster
  • Europa-Park-Absurdismus

Und genau deshalb bleibt’s besonders.

Mein Fazit

Das Cloudfest 2026 hat mir wieder gezeigt, wie spannend diese ganze Welt aus Hosting, Storage, Servern, Open Source, Virtualisierung und Infrastruktur eigentlich ist – vor allem dann, wenn man sie nicht nur online liest, sondern vor Ort erlebt.

Auch wenn mein Stream technisch nicht perfekt war und ich teilweise mehr gegen Netz, Anrufe und Akku gekämpft habe als gegen irgendwas anderes: Es hat sich gelohnt.

Und ja, nächstes Mal muss ich mir vielleicht wirklich überlegen, wie ich das Streaming noch etwas robuster aufziehe. Weniger Datenchaos, weniger Überraschungen, weniger „oh cool, schon wieder hängt alles“.
Aber vermutlich wäre es dann auch nicht mehr ganz mein Stil.

Wenn du willst, überarbeite ich dir das jetzt direkt noch in eine von drei Varianten: mehr Blog, mehr persönlicher Erlebnisbericht oder mehr magaziniger Messebericht mit klaren Absätzen und Zwischenüberschriften.

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